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Buchloe - das Tor
zum Allgäu.
Sie finden es an der Bundesstraße 12 bzw. A
96 zwischen München - Augsburg - Kempten - Memmingen
Buchloe, einst an einem bewaldeten
Höhenzug gelegen, der sanft zum Gennachtal abfällt, hat
eine bewegte Entstehungsgeschichte. Entstanden in der
zweiten Hälfte des 8. Jahrhunderts durch Rodung eines
Großgrundherrn mit ursprünglich etwa Reutgenossen am
Ortsrand der Urmark Wiedergeltingen, wird der Ort erstmals
1150 urkundlich erwähnt.
Die Erhebung des Ortes zur Stadt
erfolgte wohl auf Bitten Volkmars des Weisen von Kemnat
durch König Rudolf von Habsburg zwischen 1273 und 1283.
Eine entscheidende Wende in der Geschichte Buchloes erfolgte
nach dem Tausch des Marktes und von Patronatsrechten in
Buchloe und Dillishausen durch das Kloster Stams mit dem
Hochstift Augsburg gegen Güter und Rechte desselben in Seeg
in Miemingen (Tirol) im Jahre 1311. Buchloe blieb von da an
bis zur Säkularisation (1802) im Besitz des Hochstifts.
Oft wurde Buchloe von schweren
Brandunglücken heimgesucht. Im sogenannten deutschen
Bauernkrieg standen die Buchloer auf der Seite der
Aufständischen, angeführt von dem Buchloer Sebastian
Bader. Herzog Ludwig von Baiern, der einen Angriff der
"Buchloer Haufen" gegen seine Stadt Landsberg
erwartete, ließ am 20.4.1525 als vorbeugende Maßnahme den
Markt Buchloe plündern und in Asche legen. Bereits 1533,
also 8 Jahre nach dem Bauernkrieg, wütete wieder eine
Feuersbrunst in Buchloe, die nochmals den halben Ort
einäscherte und auch die Pfarrkirche "zu unserer
lieben Frau" zerstörte. 1546 kam während des
schmalkaldischen Krieges Schertlin von Burtenbach nach
Buchloe, ließ den Ort ausplündern und Feuer legen.
So hat sich Buchloe von der 20
Höfe umfassenden welfischen Ansiedlung am Berg über der
Gennach in rund 1200 Jahren zu der heutigen Größe und
Bedeutung entwickelt. Der Ort zählte 1820 717 Einwohner und
1920 rund 2500 Einwohner. Nach dem Zweiten Weltkrieg (1939 -
1945) verdoppelte sich durch den Zuzug von
Heimatvertriebenen aus den Ostgebieten die Bevölkerungszahl
in Buchloe auf 5250. Dieser Bevölkerungszuwachs und die
Bedeutung als Eisenbahnknotenpunkt waren letztlich
ausschlaggebend dafür, dass Buchloe am 20. April 1954 vom
Freistaat Bayern die Bezeichnung "Stadt" mit den
Farben Rot und Weiß als Stadtwappen - einst ein
spätgotisches Spitzenschild des Hochstifst Augsburg -
wieder verliehen bekam. Heute wohnen mehr als 10.000
Menschen in der Stadt.
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